Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lumineszenz Facharbeit Chemie Lk
Shirthappens
26.01.2012, 16:49
Hallo,
Ich fange demnächst meine Facharbeit mit dem Titel "Lumineszenz- Den Tätern auf der Spur". Da hatte ich mir vorgenommen
den klassischen Versuch von H2O2 und Luminol zum Blutnachweis zu untersuchen.
Was kann man denn da alles untersuchen? Habt ihr allgemein Erfahrungen oder weitere Ideen?
Außerdem gelingt mir keine richtige Fragestellung zu dem ganzen.
Wäre sehr dankbar, wenn mir jemand weiterhelfen würde!
Grüße,
Greifenberg
27.01.2012, 10:47
Hallo Shithappens,
diese Seiten mit der Versuchsbeschreibung kennst Du vielleicht schon:
Kaltes Licht (Luminol-Reaktion) (http://www.chemieunterricht.de/dc2/energie/luminol.htm)
Luminol-Versuch (http://www.chemische-experimente.de.tl/Luminol_Versuch.htm)
Blutspuren (http://www.agnespockelslabor.de/download/taeter/blutspuren.pdf)
Hintergrundinfos zu den "Katalysatoren" findest Du in der ChemgaPedia: Hämoglobin (http://www.chemgapedia.de/vsengine/vlu/vsc/de/ch/8/bc/vlu/proteindynamik/haemoglobin.vlu/Page/vsc/de/ch/8/bc/proteindynamik/haemoglobin.vscml.html) und Katalasen (http://www.chemgapedia.de/vsengine/vlu/vsc/de/ch/16/im/antioxsys/antioxsys.vlu/Page/vsc/de/ch/16/im/antioxsys/catalasen.vscml.html).
Entscheidend für die Reaktion ist das Eisen als Komplexverbindung (Häm-Gruppe (http://www.chemgapedia.de/vsengine/popup/vsc/de/glossar/h/h_/h_00228m.glos.html)).
Hämoglobin in den roten Blutkörperchen arbeitet nicht als Katalysator, es transportiert den Sauerstoff in die Zellen. Erst in Anwesenheit von Luminol arbeitet es wie ein Katalysator. Nachweisen lässt sich somit jede Form von Blut mit einer Sauerstoff transportierenden Häm-Gruppe, also z.B. auch Tierblut. Menschliches Blut wird immunologisch, d.h. mit Antikörpern nachgewiesen, z.B. auch beim Nachweis von okkultem Blut im Stuhl (http://www.laborarztpraxis-ludwigsburg.de/index2.php?option=content&do_pdf=1&id=26) (Verdacht auf Darmkrebs). Die Zuordnung einer Blutspur zu einer bestimmten Person erfolgt mittels PCR (http://www.chemgapedia.de/vsengine/vlu/vsc/de/ch/5/bc/vlus/pcr.vlu.html) (eine umfangreiche Überarbeitung und Aktualisierung der Lerneinheit ist bei uns in Arbeit).
Vielleicht ist das ein Ansatzpunkt für Deine Arbeit: Wie weise ich nach, dass ein dunkler Fleck Blut ist und wie überprüfe ich, ob es von einem Menschen stammt und wenn ja, von welchem? Das hat dann allerdings nur noch am Anfang etwas mit Lumineszenz zu tun.
Viele Grüße
Stefan
Shirthappens
27.01.2012, 18:50
Entscheidend für die Reaktion ist das Eisen als Komplexverbindung (Häm-Gruppe (http://www.chemgapedia.de/vsengine/popup/vsc/de/glossar/h/h_/h_00228m.glos.html)).
Shirthappens
27.01.2012, 19:09
Vielen Dank, das hat mir wirklich weiter geholfen!
Aber, ist es auch möglich den O2 irreversibel an den Koplex zu binden? Oder zumindest an das Fe?
Gibt es vielleicht eine andere Möglichkeit ein Leuchten zu verhindern? Ich könnte mir sonst nichts vorstellen.
Dann könnte man die Frage stellen, ob man den "perfekten Mord", also keine Blutspuren zu hinterlassen, tätigen könnte. Ist ein Spontaneinfall...
Greifenberg
30.01.2012, 06:46
Hallo Shithappens,
was das Eisen im Häm angeht: Nein, natürlich gibt es keine Möglichkeit Sauerstoff "irreversibel" an das Häm-Eisen zu binden, das würde ja komplett seiner biologischen Funktion widersprechen. Jedes auf Häm basierende Lebewesen würde sofort zellulär ersticken. (Man könnte die freie Koordinationsstelle des Häm-Eisens nur mit etwas besetzen, dass vom Sauerstoff nur schwer verdrängt werden kann, aber der Gedanke ist schon vom Ansatz her abwegig, siehe unten.)
Es gibt eine relativ stabile Eisen-Sauerstoff-Verbindung die nur schwer zu knacken ist - wirklich "irreversibel" ist keine molekulare Verbindung - diese Eisen-Sauerstoff-Verbindung nennt sich ... Rost ;-)
Wenn man wirklich jemanden ohne Blutspuren zu hinterlassen töten möchte gibt es mehrere Jahrhunderte alte, bewährte Methoden: eine davon ist Gift.
Ich denke, es gibt weniger komplizierte Ansätze für diese Fragestellung, als das Blut mit einer Lösung zu behandeln, die die Luminol-Reaktion verhindert.
Zum Glück sind aber letztlich alle zum Scheitern verurteilt :-)
Viele Grüße
Stefan
Shirthappens
30.01.2012, 17:51
Okay, blöde Idee :D
Ich hab mich jetzt auch mit meinem Lehrer darauf geeinigt die Einflussfaktoren (Temp.,pH-Wert, usw) zu untersuchen und Testreihen auf zustellen. Das scheint jedenfalls eine höhere Erfolgschance zu haben :)
Trotzdem vielen lieben Dank! Ich wäre sonst noch immer am verzweifeln...
VG,
Shirthappens
chrispaul3
28.04.2012, 11:58
If you really want to kill without leaving stains of the centuries-old, tried and tested methods: one of which is a poison.I think there is a complex approach, this issue should be seen as a solution, prevents the luminol reaction and blood.Lucky is that was doomed to fail, but eventually all.
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